Wie alles begann:


Im Frühjahr 2011 habe ich überlegt, ob bzw in welche Richtung ich mich im Schießsport weiter entwickeln will. Obwohl ich innerhalb der DSU noch nicht auf den vorderen Plätzen der Meisterschaften zu finden war, wollte ich mich weiter entwickeln. Da ich im Winter einen Club 30 Revolver im Kaliber 44 Magnum erhalten habe und bemerkte, dass mir das schießen mit Revolvern mehr Spaß bereitet als mit Pistolen habe ich mich bei den Revolverdisziplinen umgeschaut und bin schließlich bei der Disziplin PPC 1500 des BDMP gelandet. Diese Disziplin ist sehr speziell, da sie auf Entfernungen von 7m bis 50m geschossen wird und aufgrund der Dauer eines Durchgangs enorme Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit des Schützen stellt.
Keine meiner vorhandenen Waffen war wirklich geeignet für diese Disziplin und da ich sie eh mit einem Revolver schießen wollte, musste ein neuer Revolver her.


Was ich mir dann ausgedacht habe:


In schier endlosen Gesprächen mit erfahrenen PPC 1500 schützen und meinem Büchsenmacher haben wir dann einen für mich optimalen Revolver zusammengestellt der aus folgenden Komponenten bestehen sollte:
  • S&W L Rahmen
  • Club 30 Bull Barrel (6“)
  • Trommelspalt 0,15mm
  • .38 Spezial Trommel
  • Trommelbohrungen angefast
  • Trommelbohrungen nummeriert
  • Crane Ball Lock
  • Club 30 Underlug
  • Merkle Visierschiene
  • Nill Master II Griffschale
  • SA/DA Abzug mit Merkle 5mm Triggerstop
Der Revolver sollte dann noch bis auf wenige Stellen komplett glasperlgestrahlt und dann nitriert werden.


Der Bau:


Nachdem ich den Revolver am 21. Juli 2011 bei meinem Büchsenmacher Robert Schuhbauer-Struck bestellt hatte wurde es ernst. Im Oktober waren alle benötigten Teile vorhanden und es konnte mit der Bearbeitung der Teile begonnen werden. Leider ist die Verarbeitungsqualität bei S&W nicht mehr so gut und viele Teile mussten erst noch entgratet oder überschliffen werden.

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Das lange warten:


Ich konnte es mal wieder nicht abwarten und hatte mich auch schon für einen Wettkampf mit dem Revolver angemeldet. In der Hoffnung, dass ich den Revolver bereits Anfang Dezember bekommen werde. Um den Bau nicht ganz aus dem Auge zu verlieren, habe ich meinen Büchsenmacher deshalb Anfang November wieder besucht. Die Arbeiten außen am Revolver waren abgeschlossen und somit war er bereit beschichtet zu werden.

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Er ist fertig! Oder doch nicht?


Am 22. Dezember erhielt ich von meinem Büchsenmache einen Anruf, dass der Revolver vom Beschichten und vom Beschussamt zurück sei. Daraufhin bin ich sofort den Tag darauf zu meinem Büchsenmacher gefahren. Er war tatsächlich zurück. Nur der Abzug muss noch überarbeitet werden. Leider habe ich beim genauen hinsehen festgestellt, dass das Beschussamt Köln bei der Bearbeitung den Revolver beschädigt hat. Diese Beschädigungen wirkten sich natürlich noch einmal auf die weitere Bearbeitung aus.

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Wie geht es weiter?


Heute ist der 8. Januar 2012 und warte noch immer auf meinen Revolver. Ich bin mir sicher, dass mein Büchsenmacher in der Zwischenzeit die Beschädigungen behoben hat und ich den Revolver in den nächsten tagen abholen kann. Immerhin stehen bald einige wichtige Wettkämpfe an...........